Der Starnberger See ist der größte unter den Seen des Fünf Seen Landes. An seinen Ufern liegen zahlreiche schöne Gemeinden (Münsing, Seeshaupt, Berg, Feldafing, Bernried, Pöckung, Feldafing und Tutzing) sowie die Stadt Starnberg am Nordende. Der See ist Eigentum des Freistaates Bayern, gemeindefreies Gebiet und fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Bekannt geworden ist er auch durch den Tod von König Ludwig II, der 1886 durch Ertrinken bei Berg ums Leben kam. Nahe dieser Stelle steht heute ein Holzkreuz und am Ufer eine Votivkapelle.


Entstanden ist der Starnberger See während der letzten Eiszeit durch den Isar-Loisach-Gletscher, der den See bis an sein heutiges Nordende ausschürfte und dabei auch so schöne Aussichtspunkte wie die Ilkahöhe bei Tutzing oder den Bismarckturm bei Assenhausen aufschüttete. Das Wasser des abschmelzenden Gletschers folgte größtenteils den heutigen Flußläufen von Isar und Loisach, zum Ende dann auch der Würm, die heute den einzig nennenswerten Abfluß des Starnbergersees darstellt.

Gleichzeitig gibt es auch nur wenige Zuflüsse (z. B. Ostersee-Ach, Singerbach, Georgenbach und Lüßbach), so dass sich das Wasser des sehr wasserreichen und tiefen Sees im Durchschnitt nur alle 21 Jahre komplett austauscht. Das vergleichsweise kleine Einzugsgebiet des Wasser von nur knapp über 300 Quadratilometern führt nur zu geringen Seespiegelschwankungen (max. 1,3 Meter), während z. B. der benachbarte Ammersee einen bis zu 3 Meter schwankenden Wasserspiegel hat.
Die Wasserqualität ist inzwischen wieder sehr gut, seit in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Ringkanalanlagen der umliegenden Gemeinden die Abwässer fern vom Starnberger See halten. Der See zählt heute unter den größeren Seen Bayerns zu den fünf saubersten, es gibt nur geringe Algenentwicklung und man kann relativ lang zum Grund sehen.

Ursprünglich hieß der Starnberger See Würmsee, benannt nach der am Nordende bei Starnberg herausfließenden Würm. Durch den Anschluß an die Eisenbahnlinie nach München mit der zahlreiche Tagesausflügler über den Starnberger Flügelbahnhof im Münchner Hauptbahnhof Starnberg am See erreichten, bürgerte sich alsbald der Name Starnberger See ein, der 1962 dann auch zum offiziellen Namen wurde.


Bei Tagesausflüglern aus dem nahen München ist der Starnbergersee auch heute noch sehr beliebt, aber natürlich auch bei Urlaubern. Letzere finden rund um den Starnberger See zahlreiche Hotels, Ferienwohnungen, aber auch Campingplätze.

So gibt es für Wanderer und Radfahrer einen gut 46 Kilometer langen Rundweg um den See (größtenteils auf Radwegen/Wanderwegen), zahlreiche schöne Badeplätze (z. B. Paradies in Possenhofen, Percha Beach bei Starnberg, Ambach und St. Heinrich), zahlreiche Segelboot- und Bootsverleiher oder die Bayerische Seenschifffahrt mit ihren Dampfern die die wichtigsten Orte rund um den Starnberger See fahrplangemäß ansteuern.

Auch für kulturell interessierte ist einiges geboten, so etwa das Buchheimmuseum in Bernried, dass sich unter anderem auch via Schiff direkt aus Starnberg erreichen lässt.
Erreichbar ist der Starnbeger See beispielsweise über die Autobahn München-Garmisch mit Abfahrten beispielsweise in Starnberg und Seeshaupt sowie per Bahn mit S-Bahn-Haltestellen in Starnberg, Feldafing, Possenhofen und Tutzing sowie Regionalzug-Haltestellen in Starnberg, Tutzing, Bernried und Seeshaupt.



